Archiv für den Monat: März 2026

VW-Vertriebsvorstand: Verbote schrecken Kunden nur ab

Die europäische Automobilindustrie steht unter Druck. Chinesische Automobilhersteller drängen mit wettbewerbsfähigen Elektroautos auf den Markt, die CO₂-Flottengrenzwerte zwingen zu beschleunigter Elektrifizierung, und geopolitische Spannungen sorgen für Unsicherheit bei Lieferketten und Rohstoffpreisen. Mittendrin steht Volkswagen als größter europäischer Automobilhersteller vor der Aufgabe, die Transformation wirtschaftlich tragfähig zu gestalten und gleichzeitig Marktanteile zu verteidigen. Martin Sander, Vertriebsvorstand von VW Pkw, ordnet im Gespräch mit der Autogazette ein, wie die Marke das vergangene Jahr bewertet, welche Rolle neue Modelle spielen und wo die Grenzen des aktuellen Wachstums liegen.

Sander zeigt sich mit dem Start ins Jahr zufrieden. Die Marke Volkswagen habe ihren Absatz in Europa deutlich gesteigert und sei sowohl bei Verbrennern als auch bei Elektroautos Marktführer. Die Auftragseingänge im Januar und Februar lägen über den Erwartungen. Besonders der Golf erweise sich weiterhin als stark, wobei mittlerweile jeder zweite verkaufte Golf in Deutschland ein GTI- oder R-Modell sei. Auch der neue T-Roc wird als Verkaufserfolg genannt. Gleichzeitig räumt Sander ein, dass die Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben: „Der Wettbewerbsdruck ist riesig, neue chinesische Wettbewerber drängen auf den Markt und setzen alle Hersteller unter Druck.“

Beim Thema Elektromobilität sieht der Vertriebsvorstand kein Krisenszenario, wohl aber eine Korrektur überzogener Erwartungen. Das Wachstum sei anfangs zu optimistisch bewertet worden, entwickle sich aber weiterhin deutlich. Märkte wie Norwegen und Dänemark hätten den Wandel bereits vollzogen, in Deutschland, Frankreich und Großbritannien steige der Anteil kontinuierlich. Entscheidend sei ein Erfahrungswert: „Kunden, die einmal elektrisch gefahren sind, sind überwiegend so überzeugt von der Technologie, dass sie nie wieder zurück zum Verbrenner wollen.“ Damit dieses Momentum anhalte, brauche es die richtigen Autos in den richtigen Preissegmenten und eine bessere Ladeinfrastruktur in weiten Teilen Europas.

Dass die Transformation langsamer verläuft als politisch eingeplant, macht Sander an der Diskussion um die CO₂-Flottengrenzwerte deutlich. Die Industrie brauche mehr Flexibilität. Volkswagen rege einen Ausgleichszeitraum von 2028 bis 2032 an, in dem die Vorgaben erreicht werden müssten. Strafzahlungen seien kontraproduktiv, weil sie Investitionsmittel bänden. Grundsätzlich hält Sander wenig davon, Menschen über Verbote von einer neuen Technologie zu überzeugen: Wichtiger sei die persönliche Überzeugung der Kund:innen.

VW: Neue Modelle sollen das Volumenwachstum beschleunigen

Die größten Erwartungen ruhen auf dem ID. Polo und dem ID. Cross, die ab einem Preisniveau von rund 25.000 Euro einer deutlich breiteren Käufergruppe den Einstieg in die Elektromobilität ermöglichen sollen. Sander bezeichnet beide Modelle als „extrem wichtig“, auch wenn er sich bei Superlativen zurückhält. Die Fahrzeuge erschließen laut dem Vertriebsvorstand nicht nur neue Kundensegmente, sondern schaffen über die markenübergreifende Produktion innerhalb der Brand Group Core erhebliche Skaleneffekte. Gebaut werden sie in Spanien, wo bereits bestehende Strukturen aus der Polo-Verbrenner-Fertigung genutzt werden können. Gemeinsam mit Schwestermodellen von Cupra und Škoda entstehe so ein Produktionsverbund auf der iberischen Halbinsel, der Synergien hebt und Kosten senkt.

Auf den Einwand, dass Wettbewerber wie Renault mit dem R5 oder Citroën mit dem ë-C3 bereits im Markt sind, reagiert Sander gelassen: „Naja, der Nachzügler ist mit weitem Abstand Marktführer in Europa.“ Volkswagen komme genau zum richtigen Zeitpunkt, weil sich die Märkte für kompakte E-Autos in Südeuropa gerade erst entwickelten. Beim Absatz rechnet er damit, dass der ID. Cross das volumenstärkere der beiden Modelle wird. Sein volles Potenzial entfalte das Duo allerdings erst 2027.

Ein weiterer Akzent des Gesprächs liegt auf der Designstrategie. Die Zeit, in der sich E-Autos optisch von konventionell angetriebenen Modellen abheben mussten, sei vorbei. Ein Volkswagen solle wie ein Volkswagen aussehen. Die Rückkehr zu etablierten Namen wie Polo spielt dabei eine bewusste Rolle: Markenbekanntheit in die Elektromobilität zu übertragen, gebe Kund:innen Orientierung und Vertrauen.

Geopolitische Risiken und regionale Unterschiede prägen den Ausblick

Regional differenziert Sander deutlich. Europa entwickle sich positiv, in Deutschland erwartet er für das laufende Jahr einen E-Auto-Anteil in Richtung 25 Prozent. In China habe Volkswagen bei Verbrennern die Marktführerschaft, bei New Energy Vehicles jedoch bislang kein ausreichendes Produktangebot gemacht. Das ändere sich ab diesem Jahr: Bis Ende 2026 sollen mehr als zehn neue Modelle auf den chinesischen Markt kommen. Wachstumschancen sieht der Vertriebsvorstand auch in Lateinamerika, etwa in Mexiko, Brasilien und Chile. Das geplante Mercosur-Freihandelsabkommen bewertet er als große Chance für die Marke. Nordamerika hingegen bleibe aufgrund der politischen Gemengelage schwierig.

Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Krieg beschäftigen auch Volkswagen. Sander verweist auf Mitarbeiter:innen vor Ort, für die das Unternehmen Verantwortung trage, und auf laufende Überprüfungen der Auswirkungen auf Teileversorgung, Absatz und Ölpreisentwicklung. Einen kurzfristigen Push für die Elektromobilität durch steigende Spritpreise erwartet er nicht, da die Preisausschläge krisenbedingt und temporär seien. Was es stattdessen brauche, seien „verlässlich günstige und einheitliche Ladestrompreise für die Fahrer eines E-Autos.“

Zur neuen E-Prämie der Bundesregierung äußert sich Sander grundsätzlich positiv. Die Mechanik sei bekannt und habe funktioniert. Kritik formuliert er an einer Stelle: Gebrauchte Elektroautos seien nicht einbezogen worden, obwohl gerade zurückkommende Leasingfahrzeuge für Kund:innen mit mittleren und kleinen Einkommen preislich attraktiv seien. Eine Prämie für Gebrauchte könnte laut Sander Vertrauen in einen Markt schaffen, der sich gerade erst entwickelt.

Quelle: Autogazette – „Der Nachzügler ist mit weitem Abstand Marktführer in Europa“

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VW-Vertriebsvorstand: Verbote schrecken Kunden nur ab

Die europäische Automobilindustrie steht unter Druck. Chinesische Automobilhersteller drängen mit wettbewerbsfähigen Elektroautos auf den Markt, die CO₂-Flottengrenzwerte zwingen zu beschleunigter Elektrifizierung, und geopolitische Spannungen sorgen für Unsicherheit bei Lieferketten und Rohstoffpreisen. Mittendrin steht Volkswagen als größter europäischer Automobilhersteller vor der Aufgabe, die Transformation wirtschaftlich tragfähig zu gestalten und gleichzeitig Marktanteile zu verteidigen. Martin Sander, Vertriebsvorstand von VW Pkw, ordnet im Gespräch mit der Autogazette ein, wie die Marke das vergangene Jahr bewertet, welche Rolle neue Modelle spielen und wo die Grenzen des aktuellen Wachstums liegen.

Sander zeigt sich mit dem Start ins Jahr zufrieden. Die Marke Volkswagen habe ihren Absatz in Europa deutlich gesteigert und sei sowohl bei Verbrennern als auch bei Elektroautos Marktführer. Die Auftragseingänge im Januar und Februar lägen über den Erwartungen. Besonders der Golf erweise sich weiterhin als stark, wobei mittlerweile jeder zweite verkaufte Golf in Deutschland ein GTI- oder R-Modell sei. Auch der neue T-Roc wird als Verkaufserfolg genannt. Gleichzeitig räumt Sander ein, dass die Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben: „Der Wettbewerbsdruck ist riesig, neue chinesische Wettbewerber drängen auf den Markt und setzen alle Hersteller unter Druck.“

Beim Thema Elektromobilität sieht der Vertriebsvorstand kein Krisenszenario, wohl aber eine Korrektur überzogener Erwartungen. Das Wachstum sei anfangs zu optimistisch bewertet worden, entwickle sich aber weiterhin deutlich. Märkte wie Norwegen und Dänemark hätten den Wandel bereits vollzogen, in Deutschland, Frankreich und Großbritannien steige der Anteil kontinuierlich. Entscheidend sei ein Erfahrungswert: „Kunden, die einmal elektrisch gefahren sind, sind überwiegend so überzeugt von der Technologie, dass sie nie wieder zurück zum Verbrenner wollen.“ Damit dieses Momentum anhalte, brauche es die richtigen Autos in den richtigen Preissegmenten und eine bessere Ladeinfrastruktur in weiten Teilen Europas.

Dass die Transformation langsamer verläuft als politisch eingeplant, macht Sander an der Diskussion um die CO₂-Flottengrenzwerte deutlich. Die Industrie brauche mehr Flexibilität. Volkswagen rege einen Ausgleichszeitraum von 2028 bis 2032 an, in dem die Vorgaben erreicht werden müssten. Strafzahlungen seien kontraproduktiv, weil sie Investitionsmittel bänden. Grundsätzlich hält Sander wenig davon, Menschen über Verbote von einer neuen Technologie zu überzeugen: Wichtiger sei die persönliche Überzeugung der Kund:innen.

VW: Neue Modelle sollen das Volumenwachstum beschleunigen

Die größten Erwartungen ruhen auf dem ID. Polo und dem ID. Cross, die ab einem Preisniveau von rund 25.000 Euro einer deutlich breiteren Käufergruppe den Einstieg in die Elektromobilität ermöglichen sollen. Sander bezeichnet beide Modelle als „extrem wichtig“, auch wenn er sich bei Superlativen zurückhält. Die Fahrzeuge erschließen laut dem Vertriebsvorstand nicht nur neue Kundensegmente, sondern schaffen über die markenübergreifende Produktion innerhalb der Brand Group Core erhebliche Skaleneffekte. Gebaut werden sie in Spanien, wo bereits bestehende Strukturen aus der Polo-Verbrenner-Fertigung genutzt werden können. Gemeinsam mit Schwestermodellen von Cupra und Škoda entstehe so ein Produktionsverbund auf der iberischen Halbinsel, der Synergien hebt und Kosten senkt.

Auf den Einwand, dass Wettbewerber wie Renault mit dem R5 oder Citroën mit dem ë-C3 bereits im Markt sind, reagiert Sander gelassen: „Naja, der Nachzügler ist mit weitem Abstand Marktführer in Europa.“ Volkswagen komme genau zum richtigen Zeitpunkt, weil sich die Märkte für kompakte E-Autos in Südeuropa gerade erst entwickelten. Beim Absatz rechnet er damit, dass der ID. Cross das volumenstärkere der beiden Modelle wird. Sein volles Potenzial entfalte das Duo allerdings erst 2027.

Ein weiterer Akzent des Gesprächs liegt auf der Designstrategie. Die Zeit, in der sich E-Autos optisch von konventionell angetriebenen Modellen abheben mussten, sei vorbei. Ein Volkswagen solle wie ein Volkswagen aussehen. Die Rückkehr zu etablierten Namen wie Polo spielt dabei eine bewusste Rolle: Markenbekanntheit in die Elektromobilität zu übertragen, gebe Kund:innen Orientierung und Vertrauen.

Geopolitische Risiken und regionale Unterschiede prägen den Ausblick

Regional differenziert Sander deutlich. Europa entwickle sich positiv, in Deutschland erwartet er für das laufende Jahr einen E-Auto-Anteil in Richtung 25 Prozent. In China habe Volkswagen bei Verbrennern die Marktführerschaft, bei New Energy Vehicles jedoch bislang kein ausreichendes Produktangebot gemacht. Das ändere sich ab diesem Jahr: Bis Ende 2026 sollen mehr als zehn neue Modelle auf den chinesischen Markt kommen. Wachstumschancen sieht der Vertriebsvorstand auch in Lateinamerika, etwa in Mexiko, Brasilien und Chile. Das geplante Mercosur-Freihandelsabkommen bewertet er als große Chance für die Marke. Nordamerika hingegen bleibe aufgrund der politischen Gemengelage schwierig.

Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Krieg beschäftigen auch Volkswagen. Sander verweist auf Mitarbeiter:innen vor Ort, für die das Unternehmen Verantwortung trage, und auf laufende Überprüfungen der Auswirkungen auf Teileversorgung, Absatz und Ölpreisentwicklung. Einen kurzfristigen Push für die Elektromobilität durch steigende Spritpreise erwartet er nicht, da die Preisausschläge krisenbedingt und temporär seien. Was es stattdessen brauche, seien „verlässlich günstige und einheitliche Ladestrompreise für die Fahrer eines E-Autos.“

Zur neuen E-Prämie der Bundesregierung äußert sich Sander grundsätzlich positiv. Die Mechanik sei bekannt und habe funktioniert. Kritik formuliert er an einer Stelle: Gebrauchte Elektroautos seien nicht einbezogen worden, obwohl gerade zurückkommende Leasingfahrzeuge für Kund:innen mit mittleren und kleinen Einkommen preislich attraktiv seien. Eine Prämie für Gebrauchte könnte laut Sander Vertrauen in einen Markt schaffen, der sich gerade erst entwickelt.

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Volvo steigert Fertigung des EX60 wegen hoher Nachfrage

Angesichts der hohen Nachfrage nach dem EX60 in Schweden und weiteren wichtigen Märkten wie Deutschland reagiert Volvo und erhöht kurzfristig die Produktionskapazitäten des vollelektrischen Mittelklasse-SUV. Gut einen Monat nach der offiziellen Publikumspremiere übertreffen die Vorbestellungen in nahezu allen wichtigen europäischen Märkten die internen Erwartungen, teilt der schwedisch-chinesische Hersteller mit. Allein in Schweden seien bereits mehr als 3000 Bestellungen eingegangen. Dazu hat auch ein neues Angebot auf dem Heimatmarkt beigetragen: Es fördert Einfachheit, Transparenz und Präzision und umfasst drei Jahre kostenloses Laden zu Hause.

Das Tempo der Auftragseingänge liege deutlich höher als beim Volvo EX30 nach seiner weltweiten Vorstellung im Jahr 2023, einem kompakten Elektroauto in einem volumenstarken Segment mit niedrigerem Preisniveau. Besonders bemerkenswert ist diese Entwicklung, da die Auftragsbücher bislang nur in Europa geöffnet sind. Der US-Markt folgt erst später im Frühjahr.

Volvo hat daher die Produktionskapazitäten für den EX60 im schwedischen Stammwerk Torslanda erhöht. Der Hersteller befindet sich zudem bereits in Gesprächen mit den zuständigen Gewerkschaften, um das Werk Torslanda im Sommer eine Woche länger als üblich geöffnet zu halten, was eine Premiere in der Unternehmensgeschichte wäre.

Volvo | Volvo EX60 Seitenansicht

„Dass so viele Kunden den EX60 bereits im ersten Monat bestellt haben, hat unsere Erwartungen übertroffen, aber das ist ein ‚Problem‘, das wir gerne haben“, sagt Erik Severinson, Chief Commercial Officer (CCO) bei Volvo Cars. „Wir freuen uns sehr über die hohe Nachfrage nach unserem neuen Elektro-SUV und überprüfen derzeit unsere Produktionspläne für 2026. Gleichzeitig bereiten wir uns auf den Fertigungsbeginn von Kundenfahrzeugen im nächsten Monat vor.“

Quelle: Volvo – Pressemitteilung vom 04.03.2026

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Volvo steigert Fertigung des EX60 wegen hoher Nachfrage

Angesichts der hohen Nachfrage nach dem EX60 in Schweden und weiteren wichtigen Märkten wie Deutschland reagiert Volvo und erhöht kurzfristig die Produktionskapazitäten des vollelektrischen Mittelklasse-SUV. Gut einen Monat nach der offiziellen Publikumspremiere übertreffen die Vorbestellungen in nahezu allen wichtigen europäischen Märkten die internen Erwartungen, teilt der schwedisch-chinesische Hersteller mit. Allein in Schweden seien bereits mehr als 3000 Bestellungen eingegangen. Dazu hat auch ein neues Angebot auf dem Heimatmarkt beigetragen: Es fördert Einfachheit, Transparenz und Präzision und umfasst drei Jahre kostenloses Laden zu Hause.

Das Tempo der Auftragseingänge liege deutlich höher als beim Volvo EX30 nach seiner weltweiten Vorstellung im Jahr 2023, einem kompakten Elektroauto in einem volumenstarken Segment mit niedrigerem Preisniveau. Besonders bemerkenswert ist diese Entwicklung, da die Auftragsbücher bislang nur in Europa geöffnet sind. Der US-Markt folgt erst später im Frühjahr.

Volvo hat daher die Produktionskapazitäten für den EX60 im schwedischen Stammwerk Torslanda erhöht. Der Hersteller befindet sich zudem bereits in Gesprächen mit den zuständigen Gewerkschaften, um das Werk Torslanda im Sommer eine Woche länger als üblich geöffnet zu halten, was eine Premiere in der Unternehmensgeschichte wäre.

Volvo | Volvo EX60 Seitenansicht

„Dass so viele Kunden den EX60 bereits im ersten Monat bestellt haben, hat unsere Erwartungen übertroffen, aber das ist ein ‚Problem‘, das wir gerne haben“, sagt Erik Severinson, Chief Commercial Officer (CCO) bei Volvo Cars. „Wir freuen uns sehr über die hohe Nachfrage nach unserem neuen Elektro-SUV und überprüfen derzeit unsere Produktionspläne für 2026. Gleichzeitig bereiten wir uns auf den Fertigungsbeginn von Kundenfahrzeugen im nächsten Monat vor.“

Quelle: Volvo – Pressemitteilung vom 04.03.2026

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Volvo steigert Fertigung des EX60 wegen hoher Nachfrage

Angesichts der hohen Nachfrage nach dem EX60 in Schweden und weiteren wichtigen Märkten wie Deutschland reagiert Volvo und erhöht kurzfristig die Produktionskapazitäten des vollelektrischen Mittelklasse-SUV. Gut einen Monat nach der offiziellen Publikumspremiere übertreffen die Vorbestellungen in nahezu allen wichtigen europäischen Märkten die internen Erwartungen, teilt der schwedisch-chinesische Hersteller mit. Allein in Schweden seien bereits mehr als 3000 Bestellungen eingegangen. Dazu hat auch ein neues Angebot auf dem Heimatmarkt beigetragen: Es fördert Einfachheit, Transparenz und Präzision und umfasst drei Jahre kostenloses Laden zu Hause.

Das Tempo der Auftragseingänge liege deutlich höher als beim Volvo EX30 nach seiner weltweiten Vorstellung im Jahr 2023, einem kompakten Elektroauto in einem volumenstarken Segment mit niedrigerem Preisniveau. Besonders bemerkenswert ist diese Entwicklung, da die Auftragsbücher bislang nur in Europa geöffnet sind. Der US-Markt folgt erst später im Frühjahr.

Volvo hat daher die Produktionskapazitäten für den EX60 im schwedischen Stammwerk Torslanda erhöht. Der Hersteller befindet sich zudem bereits in Gesprächen mit den zuständigen Gewerkschaften, um das Werk Torslanda im Sommer eine Woche länger als üblich geöffnet zu halten, was eine Premiere in der Unternehmensgeschichte wäre.

Volvo | Volvo EX60 Seitenansicht

„Dass so viele Kunden den EX60 bereits im ersten Monat bestellt haben, hat unsere Erwartungen übertroffen, aber das ist ein ‚Problem‘, das wir gerne haben“, sagt Erik Severinson, Chief Commercial Officer (CCO) bei Volvo Cars. „Wir freuen uns sehr über die hohe Nachfrage nach unserem neuen Elektro-SUV und überprüfen derzeit unsere Produktionspläne für 2026. Gleichzeitig bereiten wir uns auf den Fertigungsbeginn von Kundenfahrzeugen im nächsten Monat vor.“

Quelle: Volvo – Pressemitteilung vom 04.03.2026

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Lyten finalisiert Northvolt-Übernahme in Schweden, Heide soll folgen

Lyten, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Lithium-Schwefel-Batterien und Energiespeicherung, hat Ende Februar die Übernahme von Northvolt Ett und Ett Expansion (Skellefteå, Schweden) sowie Northvolt Labs (Västerås, Schweden) abgeschlossen. Die Akquisition der Northvolt-Einrichtungen in Schweden umfasst 16 GWh bestehende Batteriefertigungskapazität, mehr als 160 Hektar Land, Infrastruktur und Gebäude zur Unterstützung erweiterter Fertigungs- und Industrieaktivitäten sowie eines der größten Forschungs- und Entwicklungszentrum für Batterien in Europa, so Lyten in einer aktuellen Mitteilung.

Lyten gab außerdem die Gründung des Lyten Industrial Hub am Standort Northvolt Ett in Skellefteå bekannt. Der Industriepark soll die von Northvolt errichtete Infrastruktur und den Zugang zu reichlich vorhandener, sauberer Wasserkraft nutzen, um Batterieproduktion, KI-Rechenzentren und komplementäre Industriebetriebe von strategischer Bedeutung für Schweden und die Europäische Union an einem Ort zu bündeln. Lyten plant, seine Batterien und Energiespeichersysteme auch als Teil der Infrastruktur des Industrieparks einzusetzen.

EdgeConneX, ein führender globaler Rechenzentrumsentwickler und Portfoliounternehmen von EQT, plant den Erwerb eines Rechenzentrumstandorts von Lyten in Skellefteå. Der Standort habe das Potenzial, zu einem Rechenzentrumscampus mit einem Gigawatt ausgebaut zu werden, was eine der größten Rechenzentrumeinrichtungen Europas wäre.

Dan Cook, CEO und Mitgründer von Lyten, erklärte: „Mit dieser Akquisition betreibt Lyten nun einen der größten europäischen Campusse für die Batterieproduktion und das größte Batterie-Forschungs- und Entwicklungszentrum Europas. Wir verfügen über die Infrastruktur, die Talente und die Technologie, um ein florierendes Batterie-Ökosystem in Nordamerika und Europa aufzubauen, gestützt auf lokale Lieferketten und lokale Fachkräfte, um dem rasch wachsenden globalen Bedarf an dezentraler Strominfrastruktur gerecht zu werden.“

Lyten plant demnach, den Wiederanlaufprozess für Northvolt Ett und Northvolt Labs unverzüglich einzuleiten. Ett werde Lithium-Ionen-NMC-Batterien für ein erweitertes Kundenspektrum produzieren, darunter Batterie-Energiespeichersysteme (BESS), Automobil- und verschiedene Mobilitätsmärkte. Lyten erwartet, dass ab der zweiten Hälfte 2026 das BESS-Fertigungswerk von Lyten in Polen, Northvolt Dwa, mit Batteriezellen aus Northvolt Ett beliefert wird.

Northvolt Labs in Västerås soll die Entwicklung langlebiger Lithium-Ionen-NMC-Zellen fortsetzen und mit dem Lyten-Team im Silicon Valley zusammenarbeiten, um Lytens Lithium-Schwefel-Batterietechnologie für die Gigawatt-Fertigung zu industrialisieren.

Lyten hat laut eigener Aussage auch eng mit den lokalen Gewerkschaften zusammengearbeitet und werde ein Wiedereinstellungsprogramm sowohl in Skellefteå als auch in Västerås starten. Basierend auf der erwarteten Kundennachfrage plant Lyten, innerhalb der nächsten zwölf Monate mehr als 600 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen und das Einstellungstempo in den kommenden Jahren weiter zu beschleunigen.

Produktion soll schrittweise wieder hochgefahren werden

Matthias Arleth, CEO von Lyten Sweden, erklärte: „Da die Transaktion nun abgeschlossen ist, freuen wir uns darauf, die Produktion wiederaufzunehmen und den Hochlauf in Schweden schrittweise einzuleiten – eine Produktionslinie nach der anderen. In Skellefteå haben wir bewiesen, dass wir in der Lage sind, gleichbleibend hochwertige Batteriezellen herzustellen, die den Kundenbedürfnissen bereits heute entsprechen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Västerås wird ein Eckpfeiler unseres Strebens sein, mit sowohl leistungsstarken NMC- als auch der nächsten Generation von Lithium-Schwefel-Batterien auf künftige Marktanforderungen zu reagieren.“

Kristina Sundin Jonsson, Verwaltungsleiterin der Gemeinde Skellefteå, fügte hinzu: „Wir freuen uns, dass die Batterieproduktion in Skellefteå nun wieder aufgenommen werden kann. Der Bedarf an Batterien wächst weiter, und die EU hat Batterien in ihrer neu veröffentlichten Batteriestrategie als strategisches Produkt für Europas Wettbewerbsfähigkeit eingestuft. Die Voraussetzungen, die wir in Skellefteå haben, ermöglichen es Schweden, in dieser Arbeit eine bedeutende Position einzunehmen und zu einer starken, resilienten Batterie-Wertschöpfungskette beizutragen, einschließlich Zulieferern, Forschung und Talentgewinnung.“

Lyten will auch das deutsche Northvolt-Werk in Heide übernehmen

Der Mitteilung zufolge schreitet Lyten auch bei der Übernahme der bereits im Bau befindlichen Northvolt-Anlagen in Heide in Schleswig-Holstein voran. Zuletzt hieß es, dass Heide spätestens Ende März an Lyten gehen soll, die örtlichen Behörden sprachen von Verhandlungen in einem fortgeschrittenen Stadium.

Die vollständige Northvolt-Akquisition umfasst Fertigungsanlagen mit einem Buchwert von 5 Milliarden US-Dollar. Lyten finanziert seine Northvolt-Übernahmen durch Eigenkapitalinvestitionen bestehender und neuer nordamerikanischer und europäischer Investoren sowie durch Kapital aus der EdgeConneX-Investition in den Rechenzentrumstandort.

„Wir schätzen die Unterstützung der Gemeinde Skellefteå und der schwedischen Regierung, der US-Regierung sowie der Europäischen Union, die diese Akquisition erst möglich gemacht haben, sehr“, erklärte Lars Herlitz, Chairman und Mitgründer von Lyten. „Wir sind uns des Potenzials dieser Anlagen und der Bedeutung der Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Wachstums in Schweden vollständig bewusst. Batterien sind heute ein entscheidender Faktor zur Sicherung der Energieunabhängigkeit und zur Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Industrien – von der Automobilbranche über die Luft- und Raumfahrt bis hin zu Rechenzentren und Netzstabilität. Wir bringen das Beste der Silicon-Valley-Innovation mit Schwedens Ingenieur- und Fertigungsexpertise zusammen, um sicherzustellen, dass diese Entwicklung ein Erfolg wird.“

Quelle: Lyten – Pressemitteilung vom 26.02.2026 / NDR – Northvolt: Übernahme durch Lyten verzögert sich erneut

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Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen falsche Ärztin

Osnabrück – Ein Urteil gegen eine Frau aus Niedersachsen, die sich als Ärztin ausgegeben hat, ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte es, wie das Landgericht Osnabrück heute mitteilte (Az. 3 StR 368/25). Sie ist in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die 24-Jährige Frau studierte dem Urteil zufolge zuletzt im…[weiter lesen]